Kreditkartenbetrug – wie kann man sich schützen?

Eine Kreditkarte macht im In- und Ausland flexibel, man muss sich im Ausland nicht mit viel Bargeld bevorraten, da man am Automaten Geld abheben kann. Eine Kreditkarte gilt als sehr sicheres Zahlungsmittel, Voraussetzung ist jedoch, dass man die Sicherheitsvorschriften beachtet und sorgfältig mit der Kreditkarte umgeht. Dazu gehört, dass man die PIN-Nummer für die Kreditkarte möglichst auswendig lernt und niemals zusammen mit der Kreditkarte aufbewahrt. Vorsicht ist auch bei Abhebungen am Bargeldautomaten geboten, man sollte die PIN-Nummer immer unsichtbar für andere eingeben. Die Kreditkarte ist vor Diebstahl und Verlust zu schützen. Jeder trägt selbst eine Sorgfaltspflicht im Umgang mit der Kreditkarte und haftet mit einem bestimmten Betrag, wenn es zu Missbrauch kommt. Dennoch sind Missbrauch und Betrug nicht völlig auszuschließen.

Missbrauch und Kreditkartenbetrug erkennen

Viele Menschen sind im Umgang mit der Kreditkarte bereits viel zu nachlässig geworden, sie verlassen sich darauf, dass die Abbuchungen vom Korrespondenzkonto vorgenommen werden. Diese Abbuchungen werden oft gar nicht überprüft, doch gerade das ist wichtig, wenn man eventuelle Missbräuche erkennen will. Die Belege für die Zahlung mit der Kreditkarte sollte man nicht nur solange sammeln, bis man eine Kreditkartenabrechnung erhält, sondern man sollte sie ebenso lange wie andere Rechnungen aufbewahren.

Bei Onlinezahlungen druckt man die Online-Rechnung aus, um sie aufzubewahren. Nimmt man Barabhebungen am Geldautomaten vor, so sollte man das Datum und den Betrag der Abhebung notieren. Sofort nach Eingang ist die Kreditkartenabrechnung sorgfältig zu prüfen. Anhand der vorhandenen Belege und Notizen prüft man die Abrechnung, um bei Unstimmigkeiten über eine Buchung Kontakt mit der Bank aufzunehmen. Dabei sind die Einspruchsfristen zu beachten, die bei vier bis sechs Wochen liegen. Kontakt kann man telefonisch oder per E-Mail mit der Bank aufnehmen, auf der Kreditkartenabrechnung sind die Kontaktdaten verzeichnet.

Schutz vor Kreditkarten Betrug

Ein Betrug mit der Kreditkarte ist nicht nur dann möglich, wenn sie verloren geht oder gestohlen wird. Es reicht bereits für einen Missbrauch aus, wenn ein Geldautomat manipuliert wurde und die PIN-Nummer ausgespäht werden kann. Sogar die Prüfnummer können Betrüger durch Manipulationen bereits erhalten. Um sich vor Betrug zu schützen, sollte man wissen, in welcher Form er erfolgen kann. Mit Phishing ist das Ausspähen von Daten gemeint, das über E-Mails erfolgt. Die E-Mails wirken täuschend echt und sind oft von E-Mails der echten Bank kaum zu unterscheiden. Der Versender solcher E-Mails gibt sich als Bankangestellter aus und erfragt Kontonummer, PIN-Nummer oder Prüfziffer. Auf keinen Fall darf man auf solche E-Mails reagieren. Wichtig ist, zu wissen, dass die Bank niemals nach der Kontonummer, der PIN-Nummer oder gar der Prüfziffer fragt. Hat man eine solche Phishing-E-Mail erhalten, sollte man sofort die Bank darüber informieren und die E-Mail an die Bank weiterleiten. Die Bank wird entsprechende Maßnahmen einleiten.

Missbrauch kann auch durch gefälschte Internetshops erfolgen. Die Betrüger locken mit Internetshops, die es gar nicht gibt, und bieten dort verschiedene Waren an. Der Karteninhaber bestellt und gibt seine Kreditkartendaten an, ohne dass er jemals Ware erhält. Lediglich das Geld wird abgebucht. Um derartigen Missbrauch zu vermeiden, sollte man bei einer Bestellung über den Onlineshop immer darauf achten, dass eine sichere Datenübermittlung erfolgt und dass der Shop über ein Siegel für Trusted Shop oder geprüfter Onlineshop oder eine Zertifizierung vom TÜV verfügt. Um den Zugriff auf E-Mails zu verhindern, sollte man Passwörter verwenden, die nicht so leicht entschlüsselt werden können.

Bei Missbrauch ist schnelles Handeln erforderlich

Hat man einen Betrug bemerkt, kommt es darauf an, keine Zeit zu verlieren und die Bank zu kontaktieren. Um weiteren Missbrauch zu verhindern, kann man die Kreditkarte über die bundesweite Nummer 116116 kostenlos sperren lassen. Erfolgen noch Abbuchungen, nachdem man die Kreditkarte sperren ließ und den Missbrauch gemeldet hat, muss man dafür nicht mehr haften. Für Missbrauch vor der Anzeige muss der Karteninhaber maximal mit 50 Euro haften.

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