Was sind die Zahlungsmethoden der Zukunft?

Banken machen einen Großteil ihres Geschäfts mit dem Zahlungsverkehr, doch erfolgt eine zunehmende Digitalisierung, die neue Spieler auf den Plan ruft. Vor allem PayPal, Google und Amazon sind es, die neuartige Zahlungsmethoden anbieten und die Beziehungen zwischen Kunden und Banken bedrohen. Eine Umfrage der Unternehmensberatung Investors Marketing unter 96 Entscheidungsträgern aus der Finanzwelt zeigte, dass die Banken diese Konkurrenten zunehmend fürchten. Durchschnittlich sind es 57 Prozent der Führungskräfte, die darin eine Gefahr sehen, noch größer ist diese Zahl bei den Direktbanken.



Viel Bewegung im Zahlungsverkehr und bei den Zahlungsmethoden

Zahlungsverkehr ist alles andere als langweilig geworden, bei zahlreichen Banken und vor allem bei den Sparkassen gehört er zu den zentralen Produkten. Wie Oliver Mihm, Vorstandschef von Investors Marketing, sagt, verdienen die Banken damit oft ein Drittel ihrer Erträge. Der Großteil kommt nicht von Kontoführungsgebühren, sondern durch Geldanlagen auf den Konten. Nur jedes dritte Bankinstitut sieht gemäß der Umfrage die Herausforderungen im Privatkundengeschäft richtig aufgestellt. Wichtig ist für viele Institute bereits die Erhaltung des aktuellen Niveaus.

Auch die Telekommunitkationsfirmen werden aktiv

Noch ist der Kampf der Banken um das Monopol bei den Zahlungsverkehrsdienstleistungen nicht entschieden. Wie Andreas Pratz von der Unternehmensberatung AT Kearney sagt, werden Banken weiterhin ihre Rolle im Zahlungsverkehr behalten, denn sie verfügen über die besten Beziehungen zu den Kunden und könnten einen Vertrauensvorschuss beim Thema Geld setzen. Dennoch sollten die Banken auf der Hut sein, da viele neuartige Zahlungsmethoden über das Internet und das Smartphone um neue Kunden buhlen. Wie Pratz vermutet, könnten bis zum Jahr 2020 bereits ein Drittel der Erlöse aus dem Zahlungsverkehr durch alternative Methoden getätigt werden. Telekommunikationsunternehmen bieten sogenannte Wallet-Lösungen an und locken ihre Kunden mit der elektronischen Brieftasche über ds Smartphone. Die IT-Systeme kommen der Telekommunikationsbranche dabei zugute.

Bargeld bei den Deutschen immer noch als Zahlungsmethode sehr beliebt

Die Deutschen hängen am Bargeld und setzen es nach wie vor zur Zahlung ein. Aus der Sicht der Banken, der Telekommunikationsunternehmen und der Internetunternehmen sollen es die Verbraucher jedoch nicht mehr oder nur noch selten nutzen. Immerhin begleichen die Deutschen noch fast 60 Prozent der Umsätze in Läden mit Bargeld. Diese Tendenz ist jedoch rückläufig. Wenn dieser Trend anhält, so könnten im Jahr 2018 erstmals mehr bargeldlose Zahlungen als Barzahlungen vorgenommen werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass viele Kunden per Funkchip oder QR-Code bezahlen. Nach wie vor werden zur bargeldlosen Zahlung die Kreditkarte, die EC-Karte mit PIN-Nummer oder das Lastschriftverfahren mit Unterschrift von den Kunden bevorzugt. Wie Mihm vom Investor Marketing sagt, kommt es nicht nur darauf an, dass mobile Zahlung akzeptiert wird, sondern dass der Mehrwert dieser Zahlungsarten verstanden wird. Ein entscheidender Punkt dafür ist die Sicherheit.

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